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Wasserschloss Wülmersen

Das ehemals landwirtschaftlich genutzte Hofgut Wülmersen - in einer Schenkungsurkunde des Klosters Helmarshausen im Jahre 1108 als Wilmeressen erwähnt - wurde ursprünglich von Diemel, Holzape und einem Wassergraben umgeben und wird für gewöhnlich als Wasserschloss Wülmersen bezeichnet.

 
Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wülmersen im Jahr 1108. Bei der Anlage handelt es sich um eine Schenkung des Bischofs Heinrich von Paderborn an das Kloster Helmarshausen für dessen Versorgung mit Lebensmitteln das Gut einst zuständig war. Als Tafelgut des Klosters diente Wülmersen ab dem Jahre 1108. Zwischen den Jahren 1108 und 1540 war das Gut des Klosters Helmarshausen als Lehen an Ritterfamilien vergeben.

Im Jahr 1330 belehnte Abt Reimbold von Helmarshausen Gertrude von Markessen, die Ehefrau des Ritters Johann von Stockhausen sowie deren rechtmäßige Erben mit der "Villa" Wülmersen. Seither waren die Familie von Stockhausen mit Dorf, Kirchlehen und Vogtei zu Wylmerssen belehnt, in deren Besitz die Anlage bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts verblieb.

Als erste Gebäude wurden Herrenhaus, Stallgebäude, Ellerburg und Trockenhaus erbaut. Später kamen Brauhaus, Schmiede, Glockenturm und Torhaus hinzu. Mit dem Bau des neuen Herrenhauses wurde 1802 begonnen. Über Jahrhunderte hinweg hatte Wülmersen besonders als großer Wirtschaftshof mit zum Teil intensiver Tierhaltung auf fetten Weiden Bedeutung. Ebenso gehörte der Getreideanbau zum Gut und noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts arbeiteten hier bis zu acht Pferdegespanne bei der Ernte.

Zu seinem Namen Wasserschloss kam das Anwesen nach dem 30-jährigen Krieg, als Wassergräben gezogen wurden. Durch eine Ableitung der Holzape entstand aus dem Rittergut ein Wasserschloss. In einer Urkunde aus dem Jahr 1778 wird Wülmersen nicht mehr als Dorf sondern als "ein Hof, am rechten Ufer der Diemel" beschrieben, "eine kleine Stunde unterhalb Trendelburg, eine halbe von Helmarshausen, gehört denen von Stockhausen...".

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Wülmersen an die Hessische Heimat verkauft und es wurden landwirtschaftliche Höfe für heimatvertriebene bäuerliche Familien aus den deutschen Ostgebieten errichtet, wodurch der Weiler Wülmersen entstand. Der mittelalterliche Kern der Hofanlage blieb allerdings lange Jahre herrenlos und ungenutzt, bevor im Jahre 1987 mit Sanierungsarbieten begonnen wurde.

Zwei Wassermühlen befanden sich einst in Wülmersen, im Holzapetal und im Diemelbogen, wo an der Zufahrt zum Hofgut zwischen 1921 und 1924 ein Wasserkraftwerk erbaut wurde. Seit 1987 gibt das hier entstandene Technikmuseum Einblicke in die Entstehung und Entwicklung der Elektrizitätsversorgung.

 
Heutige Nutzung

Die Gebäude des Gutshofs waren lange Zeit dem Verfall preisgegeben. 1987 erwarb der Aus- und Fortbildungsverbund (AuF) im Landkreis Kassel das Wasserschloss. Arbeitslose Jugendliche und Handwerksbetriebe begannen auf Inititative des Landkreises Kassel mit der Sanierung. So entstanden im ehemaligen Stallgebäude eine Gruppenunterkunft für Selbstversorger und ein angegliederter Zeltplatz für 120 Personen.

Weiterhin hat der Landkreis Kassel in einem Stallgebäude aus dem 19. Jahrhundert das sehenswerte LandMuseum Wasserschloss Wülmersen eingerichtet. Das LandMuseum veranschaulicht das landwirtschaftlichen Leben und Arbeiten und in einem ehemaligen Stallgebäude finden Wechselausstellungen zur Kulturgeschichte, Volkskunde, Regionalgeschichte und Agrartechnik statt. Zur Sammlung des Museums gehören mehr als 1000 Exponate aus Handwerk, Forst- und Landwirtschaft.

Im August 2012 richtete die Stadt Trendelburg eine neue Außenstelle im Wasserschloss und einen Raum für standesamtliche Trauungen ein. Am Samstag, 11.8.2012 fand hier die erste Hochzeit statt.

Quelle:

Regiowiki

Fotos: Stadt Trendelburg, C. Sasse

Erreichbarkeit

Mit dem ÖPNV: Bushaltestelle Abzweig Wülmersen, von dort 400 m Fußweg

Mit dem Fahrrad: Diemelradweg und Hess. Fernradweg R4, Reinhardswald-Radweg beginnt hier

Zu Fuß: Märchenlandweg M und Natur-Fluss-Rundweg N, Holzape-Rundweg 1

Mit dem eigenen Auto: Der Abzweig nach Wülmersen liegt an der B83 zwischen Deisel und Helmarshausen

Unser Tipp:
Rundwanderung durch das Holzapetal

Beginnend am Wanderparkplatz Keßpfuhl an der Landstraße zwischen Friedrichsfeld und Gottsbüren führt die mit einer 1 markierte Wanderroute durch das einsame, wildromantische Holzapetal bis zum historischen Wasserschloss Wülmersen. Zurück geht es auf der anderen Talseite.

Alternativ kann auch am Wasserschloss Wülmersen zu einer Rundtour durch das Holzapetal gestartet werden.